An der Fakultät für Lebenswissenschaften ist folgende Stelle zu besetzen:
* Die Befristung erfolgt auf Grundlage des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG). Die Befristungsdauer richtet sich nach dem Qualifizierungsziel. Ein geringerer Zeitumfang ist möglich
Die 1409 gegründete Universität Leipzig gehört zu den großen, forschungsstarken und medizinführenden Universitäten in Deutschland. Mit ihren rund 30.000 Studierenden und mehr als 5.000 Beschäftigten in 14 Fakultäten prägt sie das Leben in der pulsierenden und weltoffenen Stadt Leipzig. Die Universität Leipzig bietet ein dynamisches und international geprägtes Arbeitsumfeld sowie attraktive und vielfältige Arbeitsmöglichkeiten in Forschung, Lehre, Transfer, Infrastruktur und Verwaltung.
Die Informationsverarbeitung im Nervensystem basiert auf der Kommunikation zwischen Neuronen und ihren Partnerzellen. Obwohl sich unterschiedliche neuronale Kommunikationswege hinsichtlich Signaldistanz und Geschwindigkeit deutlich unterscheiden, weisen sie eine gemeinsame grundlegende Eigenschaft auf: Sie sind dynamisch regulierbar. Diese Plastizität ermöglicht eine Anpassung der Signalübertragung sowohl in Abhängigkeit neuronaler Aktivität als auch im Kontext veränderter physiologischer Anforderungen.
Das Graduiertenkolleg NeuroTune untersucht molekulare Mechanismen, die die Art und Weise der Informationsübertragung und -verarbeitung im Nervensystem modulieren. Durch die vergleichende Analyse unterschiedlicher Kommunikationsformen verfolgt das Kolleg das Ziel, allgemeine Prinzipien struktureller und funktioneller Plastizität zu identifizieren sowie spezifische molekulare Anpassungen in Abhängigkeit von Spezies, Zelltyp und Signalmodus zu entschlüsseln. NeuroTune ist eine gemeinsame Initiative der Fakultät für Lebenswissenschaften und der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Dieser interdisziplinäre Ansatz ist integraler Bestandteil des Programms und unterscheidet das Graduiertenkolleg von klassischen Promotionsstrukturen, indem er Promovierenden beider Fakultäten ein tiefgehendes Verständnis der engen Verzahnung von Grundlagenforschung und translationaler Forschung vermittelt.
Im Rahmen dieses Konzepts bietet das Graduiertenkolleg zwei Promotionsstellen an, die sich mit den molekularen und zellulären Mechanismen der zirkadianen Modulation synaptischer Kommunikation beschäftigen. Die Projekte untersuchen, wie neuronale Netzwerke ihre präsynaptische Organisation, die funktionelle Kopplung zwischen Nervenzellen sowie die Transmittersignalgebung im Verlauf des zirkadianen Zyklus dynamisch regulieren. Hierzu kommen moderne Ansätze der Neurogenetik, Molekularbiologie und hochauflösenden Bildgebung ebenso zum Einsatz wie Methoden der Analyse neuropeptiderger Signalprozesse, der Adhäsions-GPCR-Biologie sowie der Verhaltensneurowissenschaften.
Weitere Informationen finden Sie auf der NeuroTune-Website: https://www.uni-leipzig.de/en/grk-neurotune
Forschung, Lehre, Transfer, Infrastruktur und Verwaltung brauchen Perspektivenvielfalt. Die Universität setzt sich deshalb für Diversität und Chancengerechtigkeit ein. Ihre Bewerbung ist bei uns willkommen, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion, kultureller und sozialer Herkunft, Alter oder sexueller Orientierung. Die Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in verantwortlicher Position an und bittet deshalb qualifizierte Frauen ausdrücklich um ihre Bewerbung.
Bei gleicher Eignung werden Menschen mit Schwerbehinderung oder ihnen nach SGB IX Gleichgestellte bevorzugt eingestellt. Sollten Sie im Rahmen dieses Bewerbungsverfahrens Fragen zur Barrierefreiheit oder Unterstützungsbedarf haben, kontaktieren Sie die Schwerbehindertenvertretung der Universität Leipzig unter schwerbehindertenvertretung@uni-leipzig.de.